Verrückt nach Paris Drei Behinderte machen auf eigene Faust Urlaub vom Heim |
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Land: Deutschland 2001, 90 Min. Regie: Eike Besuden und Pago Balke Filmverleih: Neue Visionen Kinostart: 12. September 2002 Prädikat: besonders wertvoll - FSK: frei ohne Altersbeschränkung |
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Drei Behinderte machen auf eigene Faust Urlaub vom Heim. Daraus entwickelt sich ein temporeiches Road-Movie, das an Witz und Situationskomik manch andere Komödie in den Schatten stellt und an dessen Ende die drei mit beneidenswerter Kraft und Verstand die Verwirklichung ihrer Träume vorangetrieben haben werden. Der Film "Verrückt nach Paris" war ein Geheimtipp auf der Berlinale 2002. Weil er mit einem vermeintlichen Randthema der Gesellschaft so wunderbar leichthändig umgeht und es in die Mitte unserer Aufmerksamkeit rückt. Weil er uns mitnimmt auf eine Reise voller Überraschungen und Entdeckungen. Mehr als 120.000 Zuschauer haben den Film bisher gesehen.In Kürze kommt das Buch zum Film in die Buchhandlungen. Es folgt seiner eigenen Spur und erzählt von der Entstehung dieses einzigartigen Filmprojektes. Es berichtet vom Blaumeier-Atelier, dem Anti-Psychiatrie-Projekt, in dessen Theaterarbeit sich Paula Kleine, Wolfgang Göttsch und Frank Grabski zu herausragenden Charakteren formten. Die faszinierenden Fotografien von Olaf Schlote halten die Momente der Konzentration und Lebenslust fest, die auf der Leinwand viel zu schnell vorbei sind. Es sind Bilder, die Film und Alltag mühelos ineinander übergehen lassen. "Verrückt nach Paris - Das Buch, eine Handbreit neben der Filmspur" von Eike Besuden und Olaf Schlote erscheint am 20. Mai 2003 im Atlantik Verlag Bremen und kostet 32,00 EUR. Inhalt: Hilde, Karl und Philip leben in einem Heim für Behinderte. Hilde arbeitet als Küchenhilfe und schält eimerweise Kartoffeln, Philip und Karl stellen in einer betreuten Werkstatt Watschelenten her. Alle drei sind frustriert und gelangweilt. Ein paar Tage Urlaub wollen sie sich nehmen und hauen aus dem Heim ab. Die drei verhalten sich dabei auffallend clever, schließlich haben sie im Heim gelernt, ihre Sachen selbst in die Hand zu nehmen. Enno, ihr Betreuer, ausgebrannt von seiner Arbeit, macht sich widerwillig auf den Weg, das Trio zurückzuholen. Eine Verfolgungsjagd mit Hindernissen beginnt, die über Umwege bis nach Paris führt. Dabei lässt sie ihre absolute Solidarität untereinander ihrem Pfleger immer eine Nasenspitze voraus sein. Am Ende ist nichts mehr wie es war. Denn nach Paris ist alles verrückt. Eike Besuden und Pago Balke ist mit Verrückt nach Paris eine fulminante Komödie gelungen, die nach der Uraufführung auf der diesjährigen Berlinale und auf weiteren Festivals vom Publikum euphorisch gefeiert wurde. Faszinierend ist die Leistung der behinderten Hauptdarsteller, die mit entwaffnenden Charme, natürlicher Ausstrahlung und großem Selbstbewusstsein mehr oder weniger sich selbst spielen, dabei aber eine witzige Distanz finden, die den Zuschauer unmittelbar und vorbehaltlos einnimmt und jede Betroffenheit von Beginn an im Lachen erstickt. Stab und Besetzung: Buch und Regie: Eike Besuden und Pago Balke * Kamera: Piotr Lenar * Musik: Karsten Gundermann * Darsteller: Paula Kleine, Frank Grabski, Wolfgang Göttsch, Dominique Horwitz, Corinna Harfouch, Aglaia Szyszkowitz, Hermann Lause, Doris Kunstmann, Martin Lüttge, Marion Mitterhammer, Hella von Sinnen Auszeichnungen: Prädikat "besonders wertvoll" * Bernhard Wicki Preis beim 13. Emder Filmfest 2002 * Publikumspreis des Filmfestivals "Berlin & Beyond", San Francisco 2003 |
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